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Helfer vor Ort

Helfer-vor-Ort
Notfall-Krankenwagen

Im Jahr 1998 entschloss sich der DRK Ortsverein Tiefenbronn ein Helfer-vor-Ort-System in der Gemeinde Tiefenbronn einzurichten.

Ein werksneuer Ford Transit wurde dafür in vollständiger Eigenarbeit durch unsere Breitschaft zu einem vollwertigen Krankentransportwagen ausgebaut. Im Jahr 2007 wurde dieser durch den neuen Notfall-Krankenwagen, einem VW T5 mit Kofferaufbau der Firma Strobel, abgelöst.

Anfangs waren Einsätze in Tiefenbronn, Mühlhausen und Lehningen zu bewältigen, inzwischen werden wir von der Rettungsleitstelle Pforzheim zu Notfällen im gesamten Biet und den Nachbargemeinden gerufen. Die Einsatzzahlen haben seit dem Anfangsjahr stetig zugenommen. Insgesamt konnten seit der Einführung des Helfer-vor-Ort-Systems über 1900 Notfalleinsätze geleistet werden.

Die Einsätze unterteilen sich in folgende medizinische Bereiche, genannt in der Reihenfolge der Häufigkeit:

  • Internistische Notfälle
  • Chirurgische Notfälle
  • Verkehrsunfälle
  • Neurologische Notfälle
  • Brände
  • Gynäkologische Notfälle
  • Urologische Notfälle

In vielen Fällen handelt es sich bei den Alarmierungen um Patienten, die sich in akuter Lebensgefahr befinden. Gerade auch durch die Anschaffung des Defibrillators konnte das Leben von vielen Patienten gerettet werden. Entscheidend hierfür ist ebenfalls das erheblich schnellere Eintreffen an der Einsatzstelle, im Vergleich zum hauptamtlichen Rettungsdienst aus Pforzheim. Im Durchschnitt ist unsere Schnelleinsatzgruppe in drei bis fünf Minuten am Unfall- oder Einsatzort. In häufigen Fällen sind unsere Helfer in der Lage, den Patienten vollständig notfall-medizinisch versorgt dem Rettunsdienst zu übergeben und damit einen unverzüglichen Transport in die nächste Klinik zu ermöglichen.

Dieses Helfer-vor-Ort-System darf allerdings nicht als Ersatz für den hauptamtlichen Rettungsdienst verstanden werden, sondern als dessen Unterstützung.

Die Schnelleinsatzgruppe Tiefenbronn setzt sich momentan aus sechs entsprechend ausgebildeten Helferinnen und Helfern zusammen. Diese sind bereit 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr ehrenamtlich das Fahrzeug zu besetzen. Die Alarmierung erfolgt parallel zum Rettungsdienst über die Rettungsleitstelle Pforzheim. Die regelmäßig stattfindenden Aus- und Fortbildungen gewährleisten ein gleichbleibend hohes Niveau der Hilfeleistung.

Für die geleisteten Einsätze erhält der Ortsverein keinerlei Entgeld, weder von den Krankenkassen noch vom Rettungsdienst. Alle entstehenden Kosten für Einsatzmaterial, Kraftstoff und Reparaturen am Fahrzeug müssen vom Ortsverein selbst getragen werden.